Lonis Orchideenforum

RE: Winterharte Epiphyten

#76 von Leo H. , Gestern 15:47

Leute, ich weiß nicht was ich sagen soll. Das Ding schickt sich doch ernsthaft an zu blühen….
Die Blätter sind seit dem Frost (der dann doch "nur" -8,5 Grad betrug) etwas lädiert, aber die Triebe sehen noch gut aus … und setzen ernsthaft Knospen an…
Ich werde auf jeden Fall das Kindel abnehmen, dass sie letztes Jahr gebildet hat und es mitnehmen, um die Pflanze bei Zimmertemperatur weiter zu vermehren.


Liebe Grüße,

Leo


Leo H.
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RE: Winterharte Epiphyten

#77 von Birgit22 , Gestern 16:19

Und wo ist das Foto?


Birgit


Birgit22
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RE: Winterharte Epiphyten

#78 von Leo H. , Gestern 16:59

Hier ist das Foto



Liebe Grüße,

Leo


Leo H.
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zuletzt bearbeitet Gestern

RE: Winterharte Epiphyten

#79 von Birgit22 , Gestern 22:14

Das ist ja völlig unglaublich. Toll.
Bitte poste noch ein Bild, wenn sie blüht.


Birgit


Birgit22
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RE: Winterharte Epiphyten

#80 von Christian N , Heute 07:53

Gratuliere, da bist Du mit Deinem Experiment schon einen großen Schritt weiter.

Ich denke, daß zwei Faktoren, die meines Wissens noch nicht diskutiert wurden, dabei positiven Einfluß hatten:

Epiphytische Orchideen sind bedeutend widerstandsfähiger, wenn sie längere Zeit aktiv auf ihrer Unterlage gewachsen sind.
Frisch aufgebunden Exemplare brauchen Zeit, um eine diese Widerstandsfähigkeit zu erreichen.

Größere Horste kommen mit Stress deutlich besser klar als Kindel oder Teilstücke mit wenigen Trieben.

Ich frage mich immer wieder, wie Sämlinge es in der Natur schaffen.
Bei meiner Kultur habe ich viel mehr Ausfälle an Jungpflanzen gegenüber Orchideen, die ich ausgewachsen erwerben.
Und das obwohl ich ersteren viel mehr Aufmarksamkeit schenke.
Wahrscheinlich mögen die Jungpflanzen epiphytischer Orchideen Veränderungen im Wurzelbereich nicht.
Sie wachsen wohl lieber an ein und derselben Stelle, auch wenn es dort u. U. länger dauert.

Gruß
Christian


Christian N
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RE: Winterharte Epiphyten

#81 von LaoLu , vor 24 Minuten

Da mich dieses Experiment sehr interessiert, hier noch mal meine Gedanken dazu:
Ich denke, eine tiefere Temperatur über einen gewissen Zeitraum ist nicht das Problem. Unser Klima hier in Mitteleuropa zeichnet sich alledings, zumindest bis zu den sogenannten Eisheiligen, durch starke Schwankungen zwischen mild und Nachfrost aus und ist realtiv feucht. Solange die Pflanze ruht, macht ihr Frost nichts aus. Wenn sie aber duch eine milde Periode "erwacht", bringt ihr die nächste Frostnacht das Aus. Das erleben wir ja seit 2024 immer wieder und das hat auch einigen meiner Gartenpflanzen Probleme bereitet.
Außerdem habe ich in meinem Minialpinium im Garten eine Pflanze (Daphne modsta) welche strengen Frost bei absoluter Trockenheit problemlos erträgt. Feuchtes Klima zwischen -3 und + 3 Grad hat dem ersten Exemplar dieser Art bei mir das aus gebracht. Das sagt auch die Literatur. Jetzt stülpe ich im Winter eine transparente Haube darüber und die Pflanze kommt gut über den Winter.
In Ostasien ist es im Winter erheblich trockener als in unserem feuchten, atlandischen Klima. Deshalb ist die trockene Kälte in Korea für viele Pflanzen offensichtlich kein Problem..
Das nur mal meine Gedanen dazu, die nicht stimmen müssen.

Gruß
Uwe


LaoLu
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